Wie die GGS Menden zur Max & Moritz Schule wurde …

Begründung des Namens für unsere Schule

Der Weg zur Entscheidungsfindung

  1. Alle Schüler und Lehrer der GGS Menden reichen Vorschläge ein
  2. Auswahl der 25 meistgenannten Namensvorschläge durch die Steuergruppe
  3. Abstimmung in den Klassen //  der Lehrer //       der Elternvertreter
  4. Beschluss der Schulkonferenz

Theoretische Grundlagen

Wilhelm Busch

Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl in der Nähe von Hannover geboren. Er wurde als erstes von sieben Kindern geboren. Da es zu Hause zu eng war, wurde Wilhelm 1841 mit neun Jahren seinem Onkel Georg Kleine – einem Pfarrer in Ebergötzen – zur Erziehung übergeben. Erst drei Jahre später sah er seine Eltern wieder. Buschs Onkel gab ihm Privatunterricht, an dem auch sein Freund Erich Bachmann teilnehmen durfte. Bachmann war der Sohn des ortsansässigen Müllers; ihre Freundschaft hielt ein Leben lang und die Mühle von Bachmanns Vater taucht in der Geschichte von Max und Moritz immer wieder auf. Auch die Taten von Max und Moritz sind sicherlich von Wilhelm und Erichs realen Lausbubenstreichen inspiriert. (…) Wilhelm Busch schuf viele Bildergeschichten, u.a. Max und Moritz, Hans Huckebein und Plitsch und Plum.

(Wikipedia)

Max und Moritz

Max und Moritz – eine Bubengeschichte in sieben Streichen ist ein Werk von Wilhelm Busch (Erstveröffentlichung 4. April 1865).

Die Geschichte erzählt in Reimform (Paarreim) von den bösartigen Streichen zweier Jungen, die sich hauptsächlich gegen Respektpersonen der damaligen Gesellschaft richten.

Insgesamt gibt es sieben Streiche, einen Prolog und einen Epilog.

Das Buch scheint mit einer Moral (Bosheit ist kein Lebenszweck!) zu enden: Max und Moritz werden in einer Mühle gemahlen und schließlich von Gänsen aufgefressen. Doch die Reaktion auf die Nachricht vom Tod der beiden hintertreibt die Moral ironisch (Wat geiht meck dat an!). Hier zeigt sich Wilhelm Buschs Hang zu düsteren und schwarzhumorigen Geschichten, der sich erkennbar durch sein gesamtes Werk zieht.

Vorlagen für die Geschichten lieferten die norddeutschen Dörfer, in denen Busch sein Leben verbrachte sowie andere Orte, die Wilhelm Busch bereiste. So lehnt sich das Aussehen der Mühle, in der Max und Moritz gemahlen werden, an die Mühle von Ebergötzen an. Dem Schneidermeister Böck begegnete Busch während dessen Aufenthalt in der Tiroler Stadt Wörgl.

Wie in vielen Geschichten Buschs stehen auch hier die zahlreichen, vom Autor selbst gezeichneten Bilder in so enger Beziehung mit dem Text, dass das Werk oft als ein Vorläufer der modernen Comics bezeichnet wird.

(Wikipedia)

Begründung zur Namenswahl

  • Es handelt sich um einen kindgemäßen Namen.
  • 2007 ist das Wilhelm Busch Jahr (175 Jahre Wilhelm Busch)
  • Auch wenn Wilhelm Busch nun schon seit ca. 100 Jahren verstorben ist, so sind viele seiner Bildergeschichten, Gedichte und Zitate auch heute noch den Kindern bekannt – allem voran natürlich die Geschichte von „Max und Moritz“.
  • Bei Max und Moritz handelt es sich somit um einen Klassiker der deutschen Literatur.
  • Gerade die Lausbubengeschichte bietet vielfältige Möglichkeiten der pädagogischen Umsetzung im Unterricht. Zum einen im sozialen Bereich, weil eben nicht das „Böse“ siegt und angemessenes Verhalten den Mitmenschen gegenüber thematisiert werden kann, zum anderen in den Bereichen Deutsch, Kunst und Musik. (s. unterrichtliche Umsetzung).
  • Insofern sollen Max und Moritz keine Identifikationsfiguren darstellen, sondern im Schulnamen auf den Klassiker der Literatur hinweisen.
  • Die Offene Gemeinschaftsgrundschule Menden besteht aus zwei Gebäuden. Der Name Max und Moritz bietet für jedes Gebäude einen Namen, ohne sich festzulegen welches Gebäude welchen Namen trägt. Wir sind eine Schule mit zwei Dächern.

Möglichkeiten der Umsetzung im Unterricht

Deutsch:

  • Lehrplanbezug: Max und Moritz bezieht sich auf drei Aufgaben des Deutschunterrichts: „Soziales und demokratisches Handeln“, „sprachliche Kreativität“ und „reflektierender Umgang mit Sprache“.
  • Bei der Auseinandersetzung mit Buschs Bildergeschichte „Max und Moritz“ werden die Kinder zum kreativen Sprachhandeln aufgefordert. Sie werden in die Lage versetzt, „… ihre Ideen, Gedanken und Vorstellungen frei zu entwickeln und zu gestalten, mit Texten und Medien spielerisch und experimentierend umzugehen und kulturbezogene Projekte miteinander zu verwirklichen“ (Grundschullehrplan Deutsch NRW, S.29). Sie trainieren „… die angemessene sprachliche Auseinandersetzung (…) in Wort und Schrift sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten, aus Texten und Medien Informationen zu entnehmen, sie zu deuten und zu reflektieren“ (ebd.). Sie erweitern ihre Kenntnisse „über sprachliche Gegebenheiten und Strukturen“ und über „Medien und Literatur“ (ebd., S.30).

In Bezug auf Einstellungen und Haltungen trägt der Unterricht über Max und Moritz dazu bei, „… sprachliches Selbstvertrauen, Freude und Verantwortung im Gebrauch der deutschen Sprache…“ (ebd.) zu entwickeln. „Soziales und mitverantwortliches Handeln wird entwickelt und gestärkt. Grundlage des sprachlichen Miteinanders ist die gegenseitige Wertschätzung“ (ebd.). Die Beschäftigung mit der Max und Moritz Geschichte leistet einen Beitrag zur Gesprächs- und Lese- Schreib-Kultur.

Alle Bereiche des Faches kommen zum Tragen: Mündliches Sprachhandeln, schriftliches Sprachhandeln, Umgang mit Texten und Medien sowie Sprache reflektieren.

Mündliches Sprachhandeln -         verstehendes Zuhören

-         erzählendes und sachbezogenes Sprechen

-         demokratisches miteinander Sprechen

-         über das Sprechen reden

Schriftliches Sprachhandeln, einschließlich Rechtschreiben -         Gestalten mit Medien
Umgang mit Texten und Medien -         informierendes Lesen

-         Interpretieren

-         Nutzen von Medien

-         Nutzen von Lesestrategien

Sprache reflektieren -         über Sprache reden

Konkret heißt das:

-         Die Geschichte lesen, verstehen und interpretieren

-         Kennen lernen der Textkategorie „Bildergeschichte“

-         Sinnentnehmendes Lesen fördern

-         Freude am gereimten Wort entwickeln und selber reimen

-         Lesevortrag mit passender Stimmgestaltung, Gestik, Mimik lerne

-         Auswendiges, sprachgestaltendes Vortragen eines Textteiles üben

-         Wahrnehmen und Verstehen der altdeutschen Sprache der Verse

-         Szenisches Spiel, Theaterstück

-         Bildnerische Umsetzung

-         Perspektivenwechsel (Geschichte aus der Sicht der Hühner…)

Kunst:

-        Scherenschnitt

-        Wände bemalen

-        Pappmache Figuren

-        Laubsägearbeiten

-        Plakatgestaltung z.B. für das Theaterstück

-        Schattentheater

-        Tapetenkino

-        Eigene Comics zeichnen

-        Leporello

-        Zeitgenössische Künstler

Musik:

-        Lieder zu Max und Moritz singen

-        Texte verklanglichen

-        Max und Moritz Hörspiel