Vom Modellversuch zum festen Baustein im Schulprogramm

Vom Modellversuch zum festen Baustein im Schulprogramm

In der Max & Moritz Schule wurde JÜL von der damaligen Schulleitein Frau Opphard mit dem Schuljahr 2005/06 als Modellversuch über 4 Jahre eingeführt. Alle Klassen wurden aufgelöst und als jahrgangsgemischte Klassen 1/2, 2/3, 3/4 , 4/1 neu zusammengestellt. So ergab sich  für alle Beteiligten eine völlig neue Schulsituation und ein Neubeginn in vielerlei Hinsicht. Die Entscheidung für den Modellversuch war sehr knapp ausgefallen und wurde sehr kontrovers diskutiert.

Es war eine Aufbruch in eine pädagogisch und organisatorisch herausfordernde Phase, die noch durch große Unsicherheit in allen Bereichen geprägt war.

Mit dem Schuljahr 2006/07 fand ein Wechsel in der Schulleitung statt. Die neue Schulleiterin, Frau Klaus, setzte den Modellversuch fort- zur Erleichterung der Einen, zum Bedauern der Anderen.

Viele Konferenzen, Teambesprechungen, Elterninformationsveranstaltungen, Fortbildungen und Mitarbeitergespräche führten zu notwendigen Vereinbarungen, Absprachen und organisatorischen Veränderungen.

Durch die neugebildete schulische Steuergruppe wurden Unterstützungsmaßnahmen installiert und bestmögliche Transparenz zwischen den Kolleginnen und Kollegen, den Klassen und Stufenteams geschaffen.

Neue Konzepte zur Unterrichtsgestaltung wurden erarbeitet und eingeführt, wie „Lernen lernen“ , mit Schwerpunkten wie  „Teamentwicklung“ und „Methodentraining“. Kriterien für „Guten Unterricht“ nach Hilbert Meyer wurden diskutiert und individuell erprobt und angewendet.

Umfangreiche Elternarbeit mit fand in den Klassen- und Schulpflegschaften, aber auch in Zusammenarbeit mit den KiTas im vorschulischen Bereich vor Anmeldegesprächen statt.

Nach der vereinbarten 4jährigen Erprobung fand im Schuljahr 2009/10 eine umfangreiche Evaluation durch alle an Schule Beteiligten statt. Die Eltern und Schülerinnen und Schüler stimmten mehrheitlich für JÜL, das Kollegium mit sehr knapper Mehrheit. Um eine Pattsituation zu vermeiden, wurde auf Antrag der Schulpflegschaft in der Schulkonferenz ein weiteres Jahr der Erprobung beschlossen- vor einer endgültigen Entscheidung.

Dieses Jahr nutzte das Kollegium und die Elternschaft für gemeinsame Diskussionen und einen Arbeitskreis „JÜL“ und zur Klärung weiterer Möglichkeiten der Unterrichts- und Qualitätsentwicklung

Fortbildungen wie die FB mit Herr Dr. Peschel zum Thema „Offener Unterricht“ brachten weitere Anregungen und auch Stärkung ins Kollegium.

Nach einer erneuten Evaluationsphase wurde JÜL im Sommer 2010 mit großer Mehrheit aller Beteiligten befürwortet und als fester Baustein des Schulprogramms in der Schulkonferenz beschlossen.

Personelle Veränderungen fanden statt. Einzelne Kolleginnen verließen im Einvernehmen und gegenseitigem Respekt die Schule, andere sind inzwischen pensioniert. In schulscharfen Einstellungen wurde die positive Einstellung zu JÜL ein wichtiges Einstellungskriterium.

Ausblick:

Nun arbeiten wir im 2. Jahr nach Beschluss mit „JÜL“ und viele Punkte sind abgearbeitet oder haben sich gelöst. Unsere Schulprogramm verändert sich fortlaufend, Konzepte müssen an die veränderte Schulsituation angepasst werden. Die Leistungsbeurteilung musste ebenso wie das Förderkonzept den offenen Unterrichtsformen entsprechend werden, einhergehend mit der Veränderung der kompetenzorientierten Arbeitsplänen und Zeugnisformen. Die Unterrichtsentwicklung geht voran, Fortbildungen werden abgestimmt auf die veränderten Anforderungen und das aktive und eigenverantwortliche Lernen der Kinder muss weiter gestärkt werden Weitere Entwicklungsvorhaben und Evaluationen sind geplant und werden sich anschließen.

Immer noch wird viel diskutiert, aber nicht mehr, ob JÜL stattfindet, sondern wie. Und das ist auch gut so!

Entscheidung für JÜL

Nach einer fünfjährigen Erprobungs- und einer intensiven Evaluationsphase hat die Schulkonferenz mit Beginn des Schuljahres 2010/11 beschlossen, dass an unserer Schule die Kinder im jahrgangsübergreifenden Unterricht im aufsteigenden Modell in den Klassenverbänden 1/2, 2/3, 3/4, 4/1 lernen, d.h. die Kinder bleiben 3 Jahre in ihrem Klassenverband zusammen und behalten in der Regel auch die gesamte Grundschulzeit über die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer.